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TSV 1913 e.V. Denkingen
Öschlestraße 9
78588 Denkingen

 

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Turn- und Sportverein 1913 e.V. Denkingen

Die Gründung des Turnvereins Denkingen erfolgte in dem bewegten Jahr, als im Spätherbst bei der Jahrhundertfeier der Völkerschlacht von Leipzig die Wogen der vaterländischen Begeisterung hoch gingen. In diesem Jahr, man schrieb den 26.Oktober 1913, hielt Herr Jäkle aus Schwenningen in Denkingen eine Rede über die Volksbewegung von 1813 und die Völkerschlacht. Er, der ein eifriger Anhänger des Turnvater Jahns war, warb im Anschluss an seine Rede für die Gründung eines Turnvereins in Denkingen.

Seine Worte waren offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen, denn es wurde spontan beschlossen, auch einen Turnverein zu gründen, und viele, so steht es im Schriftführerbuch, schrieben sich gleich ein. Es wurde in der Bevölkerung weiter geworben und unter dem Vorsitz von Schultheiß Maier wurde zum 23.November 1913 eine Gründungsversammlung in den Bürgersaal einberufen. Wie viele diesem Aufruf gefolgt sind, ist leider nicht schriftlich festgehalten, auch nicht die Anzahl der ersten Mitglieder. Nimmt man allerdings die abgegebenen Stimmen bei der Wahl als Maß, so müssen es wenigstens 30 gewesen sein.

Das Gasthaus „Zur Sonne" wurde zum Vereinslokal bestimmt, das Eintrittsgeld wurde auf eine Mark, der monatliche Beitrag auf 20 Pfennig, für Zöglinge auf 10 Pfennig festgelegt. Für fünf Mark jährlich übernahm Johann Fetzer den Vereinsboten. Schultheiß Maier der die Versammlung leitete wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

Als Gründungsdatum wurde der 1. November 1913 festgelegt, als die offizielle Geburtsstunde des Turnvereins Denkingen.

Nun konnte man beginnen. Im Januar 1914 wurde bereits das erste Turngerät, ein Barren, gekauft. Noch war man mitten in der Aufbauarbeit des noch jungen Vereins als der erste Weltkrieg ausbrach und viele Turner zu den Fahnen eilten. Der Krieg bestimmte auch das Leben in der Heimat. Als endlich der Waffenstillstand geschlossen wurde, trauerten die Turner um 13 ihrer Kameraden die nicht in die Heimat zurückkehrten, weil sie in fremder Erde ihre letzte Ruhestätte fanden.

Zurück bis in diese Zeit geht auch die Tradition des TSV, Theater zu spielen. Weit in die 60er Jahre hinein erfreuten die TSVler mit ihrem Theaterspiel. Fortgesetzt wird diese schöne Tradition heute vom FSV Denkingen, der bereits seit vielen Jahren zur Adventszeit seine Gäste mit einer Laienspielgruppe erfreut.

Die nächsten großen Vorhaben waren, der Kauf eines Pauschenpferdes und einer Vereinsfahne. Die Fahne kostete damals 1400 Mark und begleitet bis heute, zwischendurch restauriert, die Turner zu ihren Festen und Feiern. Vielen Kameraden hat sie schon zur ihrer letzten Ruhestätte geleitet.

Die weiteren Höhepunkte chronologisch aufgezählt:
(Noch mehr Details, nachzulesen in der Festschrift zum 75 jährigen Jubiläum)

  • 24.Mai 1920 - Einweihung der neu gekauften Vereinsfahne. 31 Vereine und 5 Musikkapellen waren zu diesem Fest gekommen. Die Festrede hielt Jakob Streicher.
  • 20. Juni 1920 - begann die Teilnahme an Gauveranstaltungen. Das erste Fest war das Gau-Zöglingsfest in Spaichingen, im gleichen Jahr das Gauturnfest in Schwenningen.
  • 02. März 1921- Beschluss des Ausschusses, keinen Fußball zu kaufen, um den Turnbetrieb nicht zu vernachlässigen. 6 Wochen später wurde allerdings dem Kauf eines Wurfsteines und eines Wurfspeeres zugestimmt. Von da an öffnete man sich bereits für weitere Sportarten.
  • 1924 - wurde erstmals eine Herbstfeier in der „Krone" durchgeführt.
  • 1929 - wurde erstmals ein Skiwart gewählt.
  • 1931 - Antrag an die Gemeinde einen Turn-und Spielplatz zu Verfügung zu stellen.
  • 03.Mai 1931 - erstmaliger Auftritt des TSV als Veranstalter auf Gauebene, der Gauwanderung.
  • 1932/1933 - Gleichstellung aller Vereine, das „Dritte Reich" hatte begonnen.
  • 1939-1945 - Der zweite Weltkrieg: 25 Mitglieder des TSV hatten ihr Leben auf den Kriegs-Schauplätzen verloren.
  • 19.Juli 1947 - Verbot aller Vereine. Erst 2 Jahre nach Kriegsende konnte Meinrad Betting als Sportbeauftragter der Militärregierung eine Gründerversammlung einberufen. Genehmigt war allerdings nur eine Fußballmannschaft. Das Turnen war noch nicht erlaubt. Hier beginnt nun auch die Geschichte des FSV zuerst eine Sparte des TSV bis es 1978 zur Trennung kam und sich jeder als eigenständiger Verein eintragen ließ.
  • 13.07.1947 - es nahmen bereits wieder 5 Turner am Kreissportfest in Tuttlingen an Einzel- und Mehrkämpfen teil.
  • 12.10.1947 - erste Herbstfeier nach dem Krieg. Diese Traditionsveranstaltung die auch „Abturnen" genannt wurde, wird bis heute fortgesetzt, wenn auch in einem etwas anderen Rahmen, der heutigen Zeit angepasst.
  • 12.10.1948 - erste Weihnachtsfeier nach dem Krieg in der Krone
  • 08.02.1948 - erste Fasnetsveranstaltung in der Krone nach dem Krieg
  • 05.02.1950 - Beschluss an der Generalversammlung: Es solle 2 Sparten geben, Fußball und Turnen. Leiter der Sparte Fußball wurde Bürgermeister Hugger. Außerdem wurde der Start einer Damenriege beschlossen.
  • 11.-12.08.1951 - Einer der Höhepunkt im Vereinsgeschehen war die Durchführung des Schwaben- Bergfestes auf dem Klippeneck. Auf der Höhe des Klippenecks reichten sich unter Anwesenheit des Vorsitzenden des Deutschen Turnerbundes, Kolb, die beiden Führer der schwäbischen Turnerbünde H. Wörner Reutlingen, und Dr. Obermaier Stuttgart die Hände zum einheitlichen schwäbischen Turnerbund. Der damalige württ. Ministerpräsident Dr. Gebhard Müller beglückwünschte die Turner.
  • 1951- Start einer Damenriege unter der Leitung von Gertrud Jehle
  • 1952-1978 - Neue Zusammensetzung der Vorstandschaft:
    Unter einem Hauptvorstand gab zwei selbständige Sparten. Jede Sparte erhielt einen Vorstand, einen Schriftführer und einen Kassierer und die notwendigen Spielleiter und Fachwarte.
    Hauptvorstand war Meinrad Betting, Vorstand d. Sparte Turnen wurde Felix Fetzer, Schriftführer, Ludwig Roos, Kassier Michael Bühler, Oberturnwart Engelbert Bühler und Jugendleiter Albert Betting. Kulturwart Karl Schnee, Turnrat Moritz Merkle und Hubert Nasal.
  • 1953 - Bau der „Alten Turnhalle" einer Baracke aus dem Gefangenenlager Mühlau in Tuttlingen.
  • 15./16.05.1954- Offizielle Einweihung der „Alten Turnhalle"
  • 10.01.1955 - Gründung einer Damenriege unter der Leitung von Fr.Pahler.
  • 22.07.1956 - erster Auftritt der Damenriege am Gauturnfest in Rottweil
  • 04.Aug.1963 - 50 jähriges Jubiläum, mit Festbankett, großem Festumzug, Schauturnen der Gauriege, einem Bunten Abend mit Künstler vom Rundfunk, Bühne und Fernsehen bekannt sowie einem Tanzabend.
  • 24.11.1967 - Einführung einer Breitensportgruppe für Frauen
  • 12.10.1974 - 1. Klippeneck Wanderpokal Turnier, wurde nach 30 Jahren und 28 Wettkämpfen im Jahr 2004 eingestellt.
  • 12.02.1977 - 1. Lumpenball (erstmals mit dem Sporthallenförderverein) ab 1978 unter Leitung des TSV zuerst in der Alten
    Turnhalle, ab Fertigstellung der Merzweckhalle 1981 erstmals in größeren Räumen. 2003 wurde der Lumpenball
    letztmalig veranstaltet und wurde vom Showtanz-Wettbewerb abgelöst
  • Aug.1977 - 1.Jugendzeltlager am Kirnbergsee. Diese Zeltlager werden bis Heute, früher immer an Pfingsten, ab 2000 um
    Fronleichnam herum durchgeführt.
  • 21.01.1978 - Trennung der Sparte Fußball in einen eigenständigen Verein dem FSV Denkingen
  • 03.11.1978 - Einführung einer Breitensportgruppe für Männer (1. Übungsleiter Manfred Fetzer)
  • 1981 - Startschuss zum Bau der Denkinger Leichtathletikanlage in Eigenleistung
  • ab Aug.1981 - Beteiligung am ersten Denkinger Straßenfest, außer im Jahr des 75jährigen Jubiläum 1987, immer dabei.
  • 05.04.1982 - Einführung einer Badmintongruppe
  • 05.09.1983 - Einweihung und Übergabe der Leichtathletikanlage an die Gemeinde Denkingen
  • 22.09.1983 - Einführung einer Leichtathletikgruppe
  • 1984 - Renovierung der Alten Turnhalle, Einweihung 14 Monate später Juni 1985
  • 1985 - weiterer Höhepunkt: Beteiligung am Deutschen Sportjugendpreis. Es wurde der 11. Platz erreicht.
  • 1985 - Einführung einer Jazztanz sowie Aerobic Gruppe. Ab 2000 wurde, unter der Leitung von Melanie Stahl, aus der
    Jazztanzgruppe eine erfolgreiche Showtanzgruppe.
  • 04.05.1986 - Gauwanderung auf dem Klippeneck Ausrichter TSV Denkingen
  • 27.05.1987 - Einführung einer Lauftreffgruppe
  • 21.06.1987 - Gau-Kinderturnfest in Denkingen mit über 1200 Kinder
  • 13.04.1988 - Einführung einer Mutter-Kind Gruppe - Neu ab 2004 Eltern-Kind-Gruppe mit Richard Krug
  • 26.-28.08.1988 - Jubiläum 75 Jahre TSV Denkingen mit vielen ganzjährigen Aktionen und Herausgabe einer Festschrift
  • 1988/1989 - Anbau Geräteraum an die Alte Turnhalle.
  • 12.10.1990 - Gründung einer weiteren Breitensportgruppe. Es ist eine Männer- gymnastikgruppe, die besonders auf reifere Jahrgänge ausgelegt sein soll. Leiter der Gruppe Richard Krug und Peter Doser. Die Mittwochsmänner, wie sie später genannt wurden, weil sie immer mittwochs in der Alten Turnhalle trainieren, waren jedoch altersmäßig von jung bis alt gemischt. Heute nennt sich die agile Gruppe „Männer aktiv“.
     

  • 07.03.1992 - Gründung eines Jugendausschusses mit eigener Satzung.
  • Der TSV beteiligt sich jedes Jahr am Umzug der Sichelhenke, mit einem mehr oder weniger aufwendigen Wagen zum
    Thema Erntedankfest.
  • Dez.1998-Mai 2000 Abbau des Alten Geräteraums an der Alten Turnhalle und Neubau eines neuen und größeren
    20.April 2001 - 1.Showtanzwettbewerb in Denkingen, jährliche Fortsetzung mit großem Erfolg.
  • 2003 - Bewerbung für die Ausrichtung des Baden-Württemberg-Cup 2005
  • 29.Nov.2005 - Die Showtanzgruppe "Jazz for Fun" unter der Leitung von Melanie Stahl, gewinnt den 2. Baden
    Württemberg Cup und ist für ein Jahr amtierender Württembergischer Meister im Showtanz.
  • 03.Okt. 2006 - Beteiligung erstmals an dem von der Gemeinde Denkingen organisiertem "Albabtrieb" mit ca. 1000 Schafen
    vom Klippeneck herunter. Einem Umzug mit über 40 Gruppen aus Vereinen und Privatleuten mit Ständen
    und Vorführungen zum Thema Schafzucht. Der Turnverein zeigte das Thema "Schafpferchverpachtung"
    mit einem original Gespann von Schäferkarren und Leiterwagen. Weiterführung der Veranstaltung,
    wegen des großen Erfolgs, alle drei Jahre.
  • 02.Dez.2006 - Die Showtanzgruppe "Jazz for Fun" feiert Ihr 10 jähriges Jubiläum mit Melanie Stahl als Leiterin. Bei der
    Jubiläumsveranstaltung in der Mehrzweckhalle, lassen die Mädchen und Jungs alle Tänze aus zehn Jahre
    Showtanz Revue passieren.
  • 25.Okt.2008 - Die Showtanzgruppe "Jazz for Fun" unter der Leitung von Melanie Stahl, gewinnt zum 2.Mal den Baden- Württemberg -Cup und ist für ein weiteres Jahr amtierender Württembergischer Meister im Showtanz.
  • 18.Juli 2009 - Jubiläum 25 Jahre Leichtathletikanlage, Rahmenprogramm die Vereinsmeisterschaften und Abnahme des
    Deutschen Sportabzeichens.
  • 01.Jan.2010 - Der Übungsbetrieb der Leichtathleten musste mangels Übungsleiter auf unbestimmte Zeit ausgesetzt
    werden.

Der Verein setzt sich heute in folgender Weise zusammen (Stand 01.10.2010)

  • Die Vorstandschaft : Mit 1. Vorsitzenden, 2. Vorsitzenden, Kassier, zwei Geschäftsführer, Schriftführer, Oberturnwart

und zwei Jugendleiter.

  • Der Ausschuss : aus Breitensportwart/in, Leichtathletikwart/in, Turnwart/in, Pressewart und fünf Beisitzer.

Etliche Posten sind momentan nicht besetzt.

  • Der Jugendausschuß : aus 2 Jugendleiter(in), Vereinsjugendwart, 8 Jugendwarte(innen) und einem Jugendsprecher.
  • Der Schwerpunkt des Vereins lag schon immer in der Jugendarbeit. Im Moment bildet der TSV 236 Jugendliche von

zwei bis 17 Jahren im turnerischen Bereich aus. Die Leichtathletikabteilung ist zur Zeit nicht am laufen, da noch keine
Übungsleiter gefunden werden konnten.

(Stand 01.10.2010)

Wir sind leider nicht mehr in der glücklichen Lage alle unsere Gruppen mit Übungsleiter zu besetzen. Deshalb suchen wir dringend, ehrenamtliche Helfer im Übungsbetrieb als Übungsleiter im Turnen, in der Leichtathletik oder auch im Gremium als Vorstands bzw. Ausschussmitglied. Folgende Posten sind nicht besetzt: Leichtathletikwart(in) und Leichtathletikübungsleiter(innen), Oberturnwart (momentan kommissarisch), Turnwart(in), Breitensportwart und Pressewart(in).

Falls diesbezüglich jemand Interesse bekunden würde, sollte er sich ohne Scheu bei irgendeinem Mitglied der Vorstandschaft melden. Sie verpflichten sich zu gar nichts.

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